MUSE-O – Aufruf: Textilien gesucht

veröffentlicht am 04. Mai 2012

Die Winterausstellung im MUSE-O wird sich mit der Textilindustrie im Stuttgarter Osten, vor allem der Strickwarenfabrik Kübler, und den zahllosen hiesigen Schneiderinnen befassen. Die Ausstellungsmacher brauchen Hilfe.

Viele Ausstellungen benötigen eine lange Vorlaufzeit, und so ruft MUSE-O jetzt zur Mithilfe an einer Schau auf, die erst im späten Herbst zu sehen sein wird. Das Oberthema wird die Textilverarbeitung im Stadtbezirk sein. Dabei soll es einerseits um die hiesigen Kleiderfabriken gehen, allen voran natürlich Kübler, andererseits aber auch um die Dutzende von Schneiderinnen und Näherinnen, die in meist kleinen und kleinsten Werkstätten neue Kleidung herstellten und gebrauchte Textilien reparierten.

Kübler 1, Slg. Müller

Fa. Paul Kübler, Slg. Müller

Einige Informationen und mögliche Exponate liegen bereits vor, doch viele spannende Stücke werden in privaten Sammlungen und Familienschränken schlummern. Die Ausstellungsmacher haben deshalb mehrere Fragen: Wer hat Informationen über eine oder mehrere Schneiderinnen, die hier in Stuttgart-Ost ihrer Arbeit nachgingen? Gibt es Fotos von der entsprechenden Werkstatt oder von hergestellten Stücken? Wer hat Skizzenhefte, Notizen, Entwürfe, Rechnungsbücher oder Briefe dieser Frauen? Wo haben sich gar Produkte der Handwerkerinnen, etwa Kleidung, Wäsche oder dergleichen, erhalten?

Ähnliches wollen die Kuratoren über die Textilfirmen und ihre Beschäftigten wissen. Wer hat Kataloge, Prospekte oder Produkte der Unternehmen in Berg, Ostheim, Gaisburg oder Gablenberg? Wo stecken Fotos oder Betriebsunterlagen der Firmen und Produktionsanlagen? Gibt es Schreiben, Arbeitszeugnisse, Tagebücher der Arbeiterinnen und Arbeiter?

Entsprechende Hinweise und Unterlagen nimmt gerne Ulrich Gohl vom Museumsverein entgegen (Pflasteräckerstr. 20, 70186 Stuttgart, gohl@n.zgs.de).

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