Wie waren die 1920er im Stuttgarter Osten?
Rund 100 Jahre sind sie jetzt her, die legendären 1920er-Jahre, die unsere Gegenwart mehr geprägt haben, als man so vermutet. Mit einer Ausstellung ab April 2026 will MUSE-O das Publikum in jene Zeit zurückversetzen – und braucht dabei Hilfe.
Erste Recherchen haben eine Vielzahl von spannenden spezifischen Themen ergeben. So entwickelt sich der Stuttgarter Osten damals zu einem bedeutenden Industriebezirk, erinnert sei stellvertretend an Firmen wie Waldorf-Astoria oder Kübler. Gleichzeitig entstehen zwischen den alten Ortskernen zahlreiche Wohnsiedlungen, von denen der Raitelsberg und die Schönbühl-Siedlung sicher die wichtigsten sind. Und in den 20ern öffnen viele neue Schulen ihre Türen, die meisten vom Reformeifer der Zeit getrieben.

Weitere Überraschungen gefällig? In der Villa Berg richtet die Stadt Stuttgart ihre Kunstgalerie ein, den Vorläufer des „Würfels“. In Gaisburg wächst das damals größte Gebäude der Stadt in die Höhe: der Gaskessel. In der Stadthalle an der Ecke Stöckach-/Werderstraße finden bis zu 10 000 Menschen Platz.
Zu allen diesen Bereichen, aber auch zu den Kirchen, den Sozialeinrichtungen, der Infrastruktur usw., suchen die Ausstellungsmacher von MUSE-O jetzt noch historische Objekte, Dinge also, die in den 1920ern hier hergestellt oder verwendet wurden. Wer hat beispielsweise ein Kübler-Kleid im typischen Schnitt der Zeit, ein Arzneidöschen mit Schüßler-Salzen von Bika oder den Siegespokal von einem Sportwettbewerb?Wer bewahrt Aufzeichnungenoder Fotos von Zeitgenossinnen und -genossen auf, die das Lebensgefühl der Epoche erspüren lassen? Man melde sich bitte unter ausstellungen@muse-o.de.
Aktuelle Informationen stets unter: www.muse-o.de
MUSE-O wird institutionell gefördert vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart
