Spektakuläre Neuerscheinung
Seit Jahren arbeiten die MUSE-O-Mitglieder Ulrich Gohl und Martin Ehmann an einem großen Buchprojekt. Der erste Band ist jetzt erschienen.
Es ging den beiden darum, die Geschichte Stuttgarts in den 1920er-Jahren, der so genannten Weimarer Zeit, aus einer neuen Sicht zu erzählen. Dafür durchsuchten sie Tausende von Seiten historischer Zeitungen und meterweise Buchregale auf der Suche nach dem Blick der Zeitgenossen: Wie lebten sie, wie dachten sie, was bewegte sie? Vielfach wurden die beiden fündig und zeigen nun die Geschichte der Stuttgarterinnen und Stuttgarter in jener neuen, so schwierigen und spannenden Epoche.

Thematisch geht es um das Alltagsleben und um Bildung, ebenso um Wirtschaft und Politik, um Architektur und Kultur. Und schließlich darum, worüber die Stuttgarter gebatscht und gebruddelt haben.
Der erste Band umfasst die Zeit von 1918 bis 1923. Auf über 500 Seiten finden sich weit mehr als 300 Texte sowie 42 Kurzbiografien von bedeutenden, heute meist vergessenen Akteurinnen und Akteuren. Besonders bemerkenswert ist die üppige Ausstattung: 232 teils farbige Abbildungen laden auch zu genüsslichem Blättern und Schmökern ein. Erhältlich in jeder guten Buchhandlung oder im MUSE-O zu den Öffnungszeiten.
Ulrich Gohl (Hg.): Die 1920er-Jahre in Stuttgart – Zeitgenössische Blicke und Bilder. Bd. 1,
1918-1923: Schwieriger Start in die Demokratie. Verlag im Ziegelhaus, Stuttgart. ISBN 978-3-
925440-50-2. € 44,-.
