Lecker, lecker: Schokolade aus Stuttgart
Mit tollen Exponaten und spannenden Erzählungen widmet sich das MUSE-O in seiner neuen Ausstellung einem herzerwärmenden Thema: den „Schokoladenseiten“ der Stadtgeschichte. Eröffnet wird am 15. November.
Schon der Titel deutet es an: „Schokolade aus Stuttgart“ ist eine historische Ausstellung, denn die freudebringenden Tafeln werden hier schon lange nicht mehr hergestellt. Dabei war die Landeshauptstadt von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er-Jahre hinein eine Metropole des „braunen Goldes“. Mehr als 20 Firmen stellt die neue MUSE-O Ausstellung vor, die hier in Stuttgart einst Schokolade produziert haben; wobei „Schokolade“ zweideutig ist: es meint sowohl die Trinkschokolade (heute meist als Kakao bezeichnet), als auch die Tafelschokolade.

Mehrere Sammler haben für MUSE-O bereitwillig ihre Schatzkammern geöffnet und wunderbare Exponate zur Verfügung gestellt: von Werbeväschen bis zu Emailschildern, von bunten Reklamemarken bis zu fein gestalteten Kakaodosen, von Pralinenschachteln bis zu Werbefiguren. Im ersten Raum grüßt ein überlebensgroßer Hase von Moser-Roth, im zweiten ein etwas kleinerer Ritter von Ritter.
Das ist aber nur die eine Seite der Schau, denn die extrem aufwändigen Recherchen der MUSE-O-Leute haben Tatsachen zu Tage gefördert, die das bisherige Bild dieser Branche in Stuttgart zumindest deutlich korrigieren. Manche häufig und gerne kolportierte Geschichte hat sich als schlicht nicht belegbar herausgestellt. Und einige für die Entwicklung besonders wichtige Marken waren einfach in Vergessenheit geraten – und lassen sich nun wieder würdigen.
Die ganz besondere Ausstellung, die auch über Weihnachten und den Jahreswechsel zu sehen ein wird, eröffnet MUSE-O mit einer kleinen Vernissage am Sonntag, dem 15. November. Ein Begleitprogramm ist in Vorbereitung. Und versprochen: Es gibt auch süße Versucherle.
Süßes Stuttgart. Die Geschichte seiner Schokoladenseiten. Eine MUSE-O-Ausstellung
MUSE-O, Gablenberger Hauptstr. 130, 70186 Stuttgart
15. Nov. 2026 bis 29. März 2027, Eröffnung So., 15. Nov., 15 Uhr
Geöffnet Sa, So 14-18 Uhr
Eintritt: € 4,-, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Aktuelle Informationen stets unter: www.muse-o.de
MUSE-O wird institutionell gefördert vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart
